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Willibrord-Gymnasium ist Gütesiegel-Schule
Am 24.11.2009 wurden in Essen die Schulen ausgezeichnet, die sich im Bereich der Individuellen Förderung besonders verdient gemacht haben. Das Städtische Willibrord-Gymnasium am Rhein ist einer der Preisträger und darf sich nun Gütesiegel-Schule nennen.


Das „Gütesiegel Individuelle Förderung“
Es gibt einen Grund, ein wenig zu feiern: Das Willibrord-Gymnasium hat das „Gütesiegel Individuelle Förderung“ erhalten!
Am Dienstag, den 24.11.2009 konnten Frau Hieret-McKay, Herr Kuhren und Frau Dr. Siebers-Fischbach das „Gütesiegel Individuelle Förderung“ für unsere Schule in der Zeche Zollverein in Essen entgegennehmen. Das Gütesiegel wird für drei Jahre verliehen; nach diesem Zeitraum muss die Schule erneut unter Beweis stellen, dass sie das Gütesiegel verdient hat. In dem Einladungsschreiben des Ministeriums für Schule und Weiterbildung heißt es:
“… mit der Bewerbung Ihrer Schule um das „Gütesiegel Individuelle Förderung“ zeigen Sie eindrucksvoll, dass sich Ihre Schule auf dem Weg befindet, den Bedürfnissen jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers im Sinne eines individualisierenden, fehlerfreundlichen und ermutigenden Unterrichts gerecht zu werden. Lernausgangslage, Lernstand und Potenziale Ihrer Schülerinnen und Schüler werden systematisch in den Blick genommen.“
Diese Auszeichnung gilt der gesamten Schulgemeinde. Besonders bedanken möchte ich mich an allererster Stelle bei meinen Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule. Mein Dank gilt aber auch den Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen von „Schüler helfen Schülern“ viel zur Förderung einzelner Jungen und Mädchen beigetragen haben. Die vielen Eltern, vornehmlich Mütter, sollen nicht unerwähnt bleiben, die sich hier in der Schule, z.B. in der Schulcafeteria und in AGs für alle Kinder zuverlässig, engagiert und freundlich einsetzen.
Wir sind eine sehr gute Schule; freuen wir uns über diese Auszeichnung!
McK
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Förderung von (hoch) begabten Schülerinnen und Schülern

Auf der Lehrerkonferenz vom 16. Dezember 2009 ist vorbehaltlich der Schulkonferenz beschlossen worden, die Förderung von (hoch-) begabten Schülerinnen und Schülern in das Schulprogramm aufzunehmen. Grundsätzlich müssen bei der Förderung die beiden großen Bereiche Enrichment und Akzeleration unterschieden werden. Handelt es sich beim Enrichment um ein erweitertes und vertiefendes Lernen, geht es bei der Akzeleration um die Beschleunigung des Lernens. Die Beratung von (hoch) begabten Schülerinnen und Schülern findet zunächst durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer statt. Bei weitergehendem Gesprächsbedarf steht Herr Jörg Brinkmann, der als Beratungslehrer speziell für den Bereich Hochbegabung zuständig ist und auch gegebenenfalls eine psychologische Leistungsdiagnostik durchführen kann, Schülerinnen, Schülern, deren Eltern und auch Fachlehrern zur Verfügung. Zurzeit bieten wir an unserer Schule folgende Möglichkeiten der Begabtenförderung an:
Enrichment
Für besonders leistungsfähige und sprachbegabte Schülerinnen und Schüler bietet sich bereits in der Klasse 6 die Möglichkeit an, eine Doppelwahl durchzuführen. Dann muss nicht zwischen Französisch oder Latein entscheiden werden. Es wird von diesen Schülerinnen und Schülern Französisch und Latein gewählt. Im sprachlichen Bereich wird zusätzlich die Möglichkeit geboten, an den Austauschprogrammen mit England, Polen, Frankreich und Belgien teilzunehmen. Hier bietet sich die Möglichkeit, nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur des jeweiligen Landes besser kennen zu lernen. Um sich mit anderen zu messen, um Herausforderungen anzunehmen und um den eigenen Kenntnisstand zu erfahren, können auch Sprachzertifikate (z.B. DELF) erworben oder Sprachwettbewerbe (z.B. Russisch) absolviert werden. Diejenigen, die Anforderungen der besonderen Art lieben, können künftig im Rahmen einer AG innerhalb eines zweijährigen Kurses in der Oberstufe Alt-Griechisch erlernen und als Abschluss das Graecum machen. Wettbewerbe gibt es bei uns aber nicht nur in den Fremdsprachen. Auch in den Natur- und Geisteswissenschaften gibt es zahlreiche Angebote, die für (hoch) begabte Kinder und Jugendliche reizvolle Erfahrungen bieten. Exemplarisch sei hier die „Mathe-Olympiade“, der „Freestyle-Physics-Wettbewerb“ und „Jugend forscht“ erwähnt. Ebenfalls sorgt die Schach AG des Willibrord-Gymnasiums immer wieder für Auf- und Ansehen durch ihre Teilnahme an Meisterschaften. Es sind gerade die zahlreichen AGs (s. 3.9.1), die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sich entsprechend ihren individuellen Interessen zu verwirklichen. Neben sprachlichen und naturwissenschaftlichen können gerade hier auch sportliche (z.B. Segelfliegen, Golf), geisteswissenschaftliche, musische (z.B. Afrikanisches Trommeln, Bläsergruppe) oder auch organisatorische Begabungen ausgelebt, umgesetzt und vielleicht auch entdeckt werden. Zu den außerschulischen Angeboten ist das Schülerstudium zu zählen. Hier wird besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II ermöglicht, neben der Schule auch Vorlesungen und Seminare an einer Universität zu besuchen. Empfehlungen von Schülerinnen und Schülern für die „Deutsche SchülerAkademie“ (S II) und die „Deutschen JuniorAkademien“ (S I) werden ebenfalls ausgesprochen. Selbstverständlich findet Enrichment auch während des Unterrichts durch Differenzierung statt. So ist es für uns eine wichtige Aufgabe, die Projektarbeit weiter auszubauen. Ebenfalls zu nennen ist hier die „Besondere Lernleistung“ während der Qualifikationsphase in der Oberstufe. Diese kann in einem Beitrag für einen Bundeswettbewerb oder auch in einem umfassenden fachlichen oder fachübergreifenden Projekt bestehen.
Akzeleration
Das „Drehtürmodell“ ermöglicht (hoch) begabten Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Unterrichtsstunden in höheren Klassen. Das Kind muss hierbei seine Stammklasse nicht verlassen (partielles Überspringen). Auch das Überspringen einer oder mehrerer Jahrgangsstufen ist möglich. Besonders wichtig ist uns, auch die so genannten „Underachiever“ zu berücksichtigen. Es handelt sich dabei um Schülerinnen und Schüler, deren Hochbegabung feststeht, diese aber nicht in einem entsprechend guten bis sehr guten Notenbild dokumentieren. Jede anstehende Entscheidung in den Bereichen des Enrichment und der Akzeleration wird in einem Team von Fachkräften eingehend beraten. Den Eltern und den Kindern gegenüber werden die Überlegungen transparent gemacht. Hierbei stehen immer die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Kindes im Vordergrund. Alle Maßnahmen werden von der Schule begleitet. Die letzte Entscheidung trifft die Schulleiterin, Frau Inge Hieret-Mckay.
(Bri)
Erstellt am 18/12/2009 18:16 von wge
Aktualisiert am 23/01/2010 11:58 von wge
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